Du kennst es sicher: Ein Pickel taucht auf und die Versuchung, ihn einfach auszudrücken, ist sofort da. Doch sollte man Pickel ausdrücken? Hilft Zahnpasta gegen Pickel wirklich? Und wie wird man Pickel schnell los, ohne die Haut zu reizen oder Narben zu riskieren? In diesem Artikel räumen wir mit den hartnäckigsten Mythen auf und zeigen Dir, was bei Pickeln wirklich hilft.
Das Wichtigste auf einen Blick:
- Pickel ausdrücken ist in den meisten Fällen keine gute Idee: Es verbreitet Bakterien, beschädigt die Haut und erhöht das Risiko für Narben und Pickelmale.
- Nur reife Eiterpickel mit sichtbarem weißem oder gelbem Kopf lassen sich schonend entleeren: Nur mit Vorbereitung und der richtigen Technik.
- Unterirdische Pickel niemals ausdrücken: Der Eiter wird tiefer ins Gewebe gedrückt, die Entzündung verschlimmert sich.
- Zahnpasta auf Pickel ist ein Mythos: Die Inhaltsstoffe können die empfindliche Gesichtshaut reizen und schädigen.
- Was wirklich hilft: eine aufeinander abgestimmte Pflegeroutine, die die Haut reinigt, reguliert und in Balance bringt – statt sie zu reizen oder auszutrocknen.
Warum entstehen Pickel überhaupt?
Pickel entstehen, wenn Talgdrüsen übermäßig aktiv sind und sich Poren mit Talg, Hautschuppen und Bakterien verstopfen. Die Folge: eine Entzündung, die sich als roter Pickel, Mitesser oder Eiterpustel zeigt. Auslöser können hormonelle Schwankungen, Stress, falsche Pflege oder eine gestörte Hautbarriere sein. Häufig ist nicht zu viel Fett das eigentliche Problem, sondern ein gestörtes Gleichgewicht der Haut – genau hier setzt die physiologische Pflege von Chris Farrell an.
Pickel ausdrücken: Ja oder nein?
Die ehrliche Antwort: In den meisten Fällen solltest Du Pickel nicht ausdrücken.
Hier ist der Grund: Wenn Du mit den Fingern auf einen Pickel drückst, verbreitest Du Bakterien auf der Haut und kannst die Porenwände beschädigen. Der Entzündungsprozess verschlimmert sich dadurch oft. Außerdem gelangen durch die kleine Wunde nach dem Ausdrücken leichter neue Bakterien in die Haut.
Das Ergebnis: Der Pickel kommt wieder, oder es bleibt ein Pickelmal zurück.
Ausnahme: Ein reifer Eiterpickel mit klar sichtbarem weißem oder gelbem Kopf lässt sich unter bestimmten Bedingungen schonend entleeren. Aber auch hier gilt: Nicht mit roher Gewalt und unvorbereitet!
So gehst Du vor, wenn Du einen Pickel ausdrücken willst
Wenn Du einen reifen Pickel entfernen möchtest, dann bitte nur so:
- Hände gründlich waschen – unbedingt, bevor Du die Haut berührst.
- Poren öffnen: Eine warme Dusche oder ein Dampfbad öffnet die Poren, sodass überschüssiger Talg leichter abfließen kann.
- Nur Pickel mit Eiterkopf: Unterirdische Pickel oder solche ohne sichtbaren Kopf solltest Du in Ruhe lassen. Du kommst dort nicht ran, ohne die Haut unnötig zu reizen.
- Kein roher Fingerdruck: Wickle die Fingerkuppen in ein weiches Tuch oder Kosmetiktuch und übe sanften, gleichmäßigen Druck von den Seiten aus.
- Danach desinfizieren: Tupfe die Stelle nach dem Ausdrücken mit einem klärenden Produkt ab und berühre sie nicht weiter.
Unterirdische Pickel loswerden – warum Ausdrücken hier besonders gefährlich ist
Unterirdische Pickel sind tief sitzende Entzündungen ohne sichtbaren Kopf. Sie sind nicht nur frustrierend, sondern auch eine echte Falle. Denn der Impuls, daran zu drücken, ist groß, das Ergebnis aber meistens das Gegenteil von dem, was Du Dir wünschst.
Was passiert, wenn Du einen unterirdischen Pickel ausdrückst?
Da kein Eiterkopf an der Oberfläche ist, kommst Du an den eigentlichen Entzündungsherd gar nicht heran. Stattdessen drückst Du den Eiter tiefer in das Gewebe. Die Entzündung breitet sich dadurch oft aus, wird größer und schmerzhafter. Gleichzeitig beschädigst Du die Porenwände und umliegendes Gewebe.
Das Risiko für Pickelmale und Narben ist bei unterirdischen Pickeln besonders hoch – gerade weil die Entzündung so tief liegt. Außerdem verteilen Deine Finger Bakterien auf der Haut und können neue Entzündungsherde auslösen.
Besondere Vorsicht gilt im sogenannten Gefahrendreieck des Gesichts. Das ist der Bereich zwischen Nasenwurzel, Nase und Oberlippe. Entzündungen, die sich dort in die Tiefe ausbreiten, können in seltenen, aber ernstzunehmenden Fällen schwere gesundheitliche Folgen haben. Unterirdische Pickel in diesem Bereich solltest Du unter keinen Umständen selbst ausdrücken.
Was Du stattdessen tun kannst:
- Wärme, kein Druck: Ein warmes Tuch sanft auf die Stelle legen fördert die Durchblutung und kann den Entzündungsprozess von innen beschleunigen – ohne die Haut zu verletzen.
- Hände weg: So schwer es fällt – der unterirdische Pickel braucht vor allem Zeit und Ruhe.
- Gezielte Wirkstoffe: Produkte mit entzündungshemmenden Inhaltsstoffen wirken direkt an der Ursache, ohne die Haut zu reizen.
- Bei hartnäckigen Entzündungen: Ein Kosmetikstudio oder ein Dermatologe sind die richtige Anlaufstelle – dort wird professionell und hygienisch gearbeitet, ohne Folgeschäden zu riskieren.
Der Linimed L von Chris Farrell eignet sich zur punktuellen Anwendung auf Entzündungsherden – auch bei unterirdischen Pickeln. Er wirkt beruhigend und entzündungshemmend, ohne die Haut auszutrocknen oder weiter zu reizen.

Mythos: Hilft Zahnpasta auf Pickeln?
Dieser Tipp kursiert seit Jahrzehnten im Internet, aber er ist ein Mythos, der Deiner Haut schaden kann. Zahnpasta enthält Inhaltsstoffe wie Menthol, Fluorid, Bleichmittel und manchmal sogar Schleifmittel, die für die Zähne gedacht sind. Sie eignen sich nicht für empfindliche Gesichtshaut! Die Folge des Auftragens von Zahnpasta gegen Pickel kann eine zusätzliche Reizung, Rötung oder gar Verätzung der Haut sein. Zahnpasta trocknet den Pickel zwar kurzfristig aus, kann aber die Entzündung gleichzeitig verstärken und das empfindliche Gewebe schädigen.
Unser Rat: Vertraue lieber auf Produkte, die speziell für Hautunreinheiten entwickelt wurden, und setze auf Inhaltsstoffe, die die Hautfunktion unterstützen, statt sie zu belasten.

Was hilft wirklich gegen Pickel? Die passende Hautpflege-Routine
Pickel schnell loswerden ist selten eine Frage eines einzelnen Produkts, sondern einer aufeinander abgestimmten Routine. Die physiologische Pflege von Chris Farrell folgt einem klaren Prinzip: Die Haut wieder in ihr natürliches Gleichgewicht bringen, ohne sie zu überfordern.
Schritt 1: Die richtige Reinigung
Eine porentief reinigende, aber gleichzeitig schonende Reinigung ist die Grundlage jeder Routine bei unreiner Haut. Der Deep Skin Cleanser löst überschüssigen Talg und Schmutzpartikel gründlich, ohne den Säureschutzmantel der Haut anzugreifen. Keine alkoholische Austrocknung, keine Reizung, sondern gezielte Klärung.
Schritt 2: Das passende Tonic
Das Deep Skin Tonic verfeinert nach der Reinigung das Hautbild, unterstützt die Porenklärung und bereitet die Haut optimal auf die nachfolgende Pflege vor.
Schritt 3: Gezielte Spezialpflege bei akuten Pickel
Für aktive Unreinheiten und Entzündungsherde: Linimed L arbeitet direkt an der Stelle und unterstützt die Haut beim Abklingen. Punktuell aufgetragen, bekämpft es Pickel sanft und ohne auszutrocknen.
Schritt 4: Tiefenklärung mit der richtigen Maske
Die Desincrusting Mask löst Verhornungen und tiefsitzende Verunreinigungen, verfeinert das Hautbild und befreit die Poren nachhaltig. Ein bis zweimal pro Woche angewendet, wirkt sie wie eine professionelle Tiefenreinigung der Haut für zu Hause.
Schritt 5: Feuchtigkeitspflege nicht vergessen
Viele Menschen mit unreiner Haut scheuen Feuchtigkeitscremes, dabei ist das ein Fehler. Trockene Haut ohne ausreichend Feuchtigkeit reagiert häufig mit verstärkter Talgproduktion. Eine leichte, regulierende Emulsion wie Skin Repair oder Clear Skin versorgt die Haut mit dem, was sie braucht. Sie ist formuliert, ohne zu fetten oder Poren zu verstopfen.
Die richtige Pflege nach dem Pickel ausdrücken
Hast Du einen Pickel ausgedrückt, benötigt die Stelle jetzt besonders viel Schutz. Was zu tun ist:
- Nicht weiter berühren. Die offene Stelle ist anfällig für Bakterien.
- Kein Make-up sofort darüber. Lass der Haut Zeit, sich zu schließen.
- Gezielte Nachpflege: Ein klärend-beruhigendes Produkt wie Linimed L tupfst Du vorsichtig auf die Stelle.
- Feuchtigkeitspflege nicht vergessen: Auch eine gereizte Stelle braucht Feuchtigkeit zur Regeneration.
Alles in einem: Das Jugendakne-Set für unreine Haut
Wenn Du gerade erst in die richtige Pflege bei Unreinheiten einsteigst, bietet Dir unser Jugendakne-Set von Chris Farrell einen unkomplizierten Start: Es kombiniert die porentiefe Öl-Reinigung mit der gezielten Spezialpflege gegen Pickel und bietet damit eine vollständige Basisroutine für unreine Haut.
Alle Produkte für unreine Haut und Pickel findest Du auch in der Chris Farrell Collection Unreine Haut & Akne. Diese Produkte decken alle Schritte einer vollständigen Pflege-Routine gegen Pickel ab.
Fazit: Pickel ausdrücken – lieber nicht, aber wenn, dann richtig
Pickel ausdrücken bleibt in den meisten Fällen keine gute Idee. Der Schaden durch Bakterienverteilung, Narbenbildung und verstärkte Entzündungen ist real. Zahnpasta auf Pickel klingt praktisch, ist aber ein Mythos, der Deiner Haut eher schadet als nützt.
Was wirklich hilft: eine konsequente, sanfte Routine, die die Haut reinigt, reguliert und in Balance bringt, ohne sie zu reizen oder auszutrocknen.
FAQ – was Du über Pickel & Hautunreinheiten noch nicht wusstest
Unsere Hautexpertinnen und -experten von Chris Farrell beantworten Deine Fragen rund um das Thema Pickel ausdrücken.







